Montag, 24.09.2018 04:36 Uhr

Bildungsmaßnahmen im sächsischen Vollzug erfolgreich

Verantwortlicher Autor: Öff. i. B. S. - Sebastian Bauer Sachsen, 11.08.2018, 14:38 Uhr
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Sachsen [ENA] Im Jahr 2017 haben viele Gefangene in Sachsen die Chance genutzt, eine schulische oder eine berufliche Qualifizierung während der Haft zu erwerben. Unter Sachsens Gefangenen sind überdurchschnittlich viele Schulabbrecher und Personen, die eine Lehre abgebrochen oder aber gar keine berufliche Ausbildung oder Qualifizierung haben. Der Justizvollzug wirkt dem mit vielfältigen Bildungsangeboten entgegen.

Staatsminister Sebastian Gemkow in einer Mitteilung des sächsischen Justizministeriums: "Viele Gefangene kommen mit Lerndefiziten, Bildungsmängeln oder beruflicher Perspektivlosigkeit in unsere Justizvollzugsanstalten. Fehlende Berufsabschlüsse und schulische Bildung begünstigen eine weitere kriminelle Entwicklung nach der Entlassung. Anerkannte Abschlüsse, nachgewiesene berufliche Qualifizierung und an den Bedürfnissen des Arbeitsmarkts orientierte und abgestimmte Berufsausbildung im Justizvollzug verbessern hingegen die Startbedingungen entlassener Gefangener. Bildung im Justizvollzug gibt den Gefangenen eine echte Chance, den Weg zurück in die Gesellschaft zu finden. (...)"

Im Schuljahr 2017/18 konnten insgesamt 69 Gefangene einen Schulabschluss erreichen. 28 Gefangene haben einen vollwertigen Berufsabschluss und fünf Gefangene sogar einen Meisterbrief erzielt. 1.208 Gefangene absolvierten im Rahmen der beruflichen Qualifizierung ein oder mehrere Module in verschiedenen Berufsfeldern erfolgreich. Die Gefangenen können ein breitgefächertes Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten nutzen, um einen qualifizierten Berufsabschluss oder eine Grund- bzw. Teilqualifikation zu erreichen. Im Jahr 2017 standen in den sächsischen Justizvollzugsanstalten insgesamt 612 Teilnehmerplätze in 51 Bildungsmaßnahmen für die berufliche Qualifizierung der Gefangenen zur Verfügung.

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