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Saint-Chinian, Edelstein im Herzen des Hérault

Verantwortlicher Autor: Karl J. Pfaff Roquebrun, 08.10.2017, 10:29 Uhr
Presse-Ressort von: LifestyleWeinKultur Bericht 4170x gelesen

Roquebrun [ENA] Die Appellation Saint-Chinian liegt im Herzen des Departement Hérault nordwestlich von Béziers. Die A.O.C. deckt etwa 10% des Weines im Languedoc ab. Zu fast 90% werden Rotweine, 10% Roséweine und ein geringer Anteil zu Weißwein ausgebaut. 31% der A.O.C.-Weine gelangen in den Export. Kanada liegt mit fast 40%, gefolgt von Belgien (25%) und Großbritannien (11%) an der Spitze.

Die Weinberge von Saint-Chinian erstrecken sich auf zwanzig produzierende Gemeinden. Sie liegen zwischen der Orbe und dem grünen Tal der Vernazobre. Seit 1982 bereits war die Klassifizierung A.O.C. erreicht, was die hohe Qualität der Region und der Winzer hervorhebt. Kulturhistorisch basiert Saint-Chinian auf einer Klostergründung des Benediktinermönches Saint-Benoit d' Aniane im Jahr 794 am linken Flussufer. Das Kloster erhielt den Namen St. Anian und wurde Jahr 1102 in den Namen Saint-Chinian umbenannt. Der im Mittelalter produzierte Wein war bereits im weiteren Umland berühmt. Dennoch stellte der ständig schwelende Konflikt mit dem Kloster ein bedeutendes Hemmnis in der Entwicklung der Region dar.

Es folgte eine Konzentration auf den Weinbau. Da das Gebiet sehr spät von der Reblaus- Katastrophe heimgesucht wurde, konnte man frühzeitig durch Anbau von resistenten Rebsorten notwendige Veränderungen beginnen, sodass der Weinbau im Gegensatz zu anderen Regionen dadurch nicht zum Erliegen kam. Man kann die Appellation auf unterschiedliche, eindrucksstarke Routen entdecken. Das Tal der Orbe, mit seinem sonnenglänzenden, wilden Flussbett leitet an Eukalyptusbaum-Hügeln bis zu den Orangenbaum-Hainen nach Roquebrun. In den kalkigen "Gorges" nisten zahlreiche Vogelarten.

Weinangebot
deutscher Winzer
beste Weine

Wählt man die antiken römischen Wege, die über Narbonne nach Italien führten, dann präsentieren sich die Rebenteppiche zwischen Kastanienbäumen und Pinien. Die hier beheimateten Winzer laden den Besucher zu einem wahren Ökotourismus ein. Beliebt sind das Wandern durch die Weinbergslandschaften, gute regionale Küche und das Miteinander bei Übernachtungen in Privatpensionen, den „Gites“. Eine Kajaktour in der Orbe sorgt für erfrischende Spannung und Wünschen nach Genuss. Immer mehr aufgeklärte Verbraucher möchten diejenigen Menschen kennenlernen, die hinter der Produktion der Weine und den regionalen Genüssen stehen.

weites Angebot
engagierte Winzerin
MidiRouge
Genuss aus dem Fluss
nomen est omen
Regionalität

Der Oenotourismus ist inzwischen auf über sieben Millionen Touristen gestiegen. Die Winzer von Saint-Chinian haben das Signal gut verstanden. Jedes Jahr findet am dritten Sonntag im Juli das "Fête du Cru" statt. Dann sind alle 60 Winzer vor Ort vereint. Authentisch und warmherzig ist die Begegnung in entspannter und herzlicher Atmosphäre. Weitere Informationen auf www.saint-chinian.com

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