Mosel-Weinkönigin untergetaucht
Traben-Trarbach [ENA] In der Moseltherme fand für Wein-Event-Verrückte in 4 m Tiefe des Tauchbeckens die weltweit erste Riesling-Unterwasser-Weinprobe statt. Die Herausforderungen an diese Weinverkostung waren nicht gering. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten dafür einen optischen Augenschmaus. Beim Abtauchen in das leicht türkisblaue Wasser eröffnete sich eine fantastische neue Weinwelt.
Plötzlich fand man sich in einer festlich geschmückten Probierstube mit Kerzenleuchter, Baguettes, Käse und Flaschen samt Gläsern wieder. Die Kommunikation unter Wasser verlief nach den Regeln des Tauchteams der Yeti-Divers rund um Werner Lamberti. Gewissenhaft instruierten seine Kollegen die teils gänzlich unerfahrenen Gäste. Größte Sorgfalt galt der zierlichen Mosel-Wein-Königin Andrea Schlechter und ihrer Traben-Trarbacher Ortsweinkönigin Vanessa Trossen. Sie hatte bereits mit der Deutschen Weinkönigin Annika Strebel eine Tiefenvorprobe absolviert. Die Neugier siegte über die Aufregungen ob der vielen technischen Justierungen. Denn im Wasser wachte neben dem Neptun auch der alte Grieche Archimedes.
Seine Gesetze vom Auftrieb wurden hier lebendig. So mußte der Schwebezustand nicht durch übermäßigen Weingenuss, sondern durch gefühlvolles Luftregulieren in den Westen gesteuert werden. Die Betreuung klappte hervorragend. Die Königinnen schwebten in die Probierstube ein. Andrea schien mit ihren langen, blonden Haaren wie die Mosel-Loreley. Die Kamerateams nahmen diskret ihre Arbeit auf. - Ein Ort der Stille und der Konzentration: Die erste Weinprobe begann. Recht unspektakulär löste der Sommelier das Geheimnis des Weinprobierens. Statt aus Probengläsern mußte der Schluck aus einer gefüllten Klistierspritze in den rasch geöffneten Mund gepresst werden.
Dieser Augenblick war verwirrend, wie die Weinmajestät Andrea feststellte. „ In dem Moment weiss man nicht, soll man schmecken oder doch lieber gleich wieder nach der Sauerstoffzufuhr greifen." Mit zunehmender Probenwahl stieg die Routine. Das Genussempfinden war sehr individuell. Die Königin zieht es vor, die rassigen Moselweine an trockenen Tischen zu trinken. Für den routinierten Tauchlehrer Werner Lamberti war es eine überraschende Geschmacksexplosion im ausgetrockneten Mund. Er findet die Konzentration besonders intensiv. Lag es möglicherweise an der Temperatur? Andreas Scholer lieferte mit seiner Spezialkameraausrüstung beeindruckende Unterwasserimpressionen. (copyright: www.Medien-Service-scholer.de)




















































